WAS MICH BEWEGT

Als Psychodynamischer Berater von Führungskräften, Führungsteams, Teams, Abteilungen und mitunter ganzer Organisationen erlebe ich täglich, wie Arbeit (bzw. Zusammenarbeit) anregen, beleben und begeistern – aber auch bedrücken, belasten, überfordern und sogar krank machen kann. In vielen Beratungsprozessen verstehe ich mich als unaufdringlicher, möglichst verständnisvoller und hoffentlich hilfreicher Begleiter komplexer professioneller Entwicklungsprozesse. In den meisten Fällen prägen Begleiterscheinungen der Ökonomisierung das Arbeitsleben: Effizienzdruck, Ressourcenverknappung, Leistungsverdichtung, Beschleunigung, Komplexitätssteigerung, Veränderungsdruck und mehr oder weniger existenzielle Verunsicherung (die Covid-19-Krise wirkt in vielen dieser Punkte als Verstärker). Viele Menschen unternehmen große Anstrengungen, um sich an diese Entwicklungen anzupassen, und nicht wenige zahlen inzwischen einen hohen Preis („Burnout“ u.a.). Viele Beratungsprozesse handeln von der Herausforderung möglichst unbeschadet durchzuhalten (das gilt für Führungskräfte genauso wie für Mitarbeitende und für Ältere ebenso wie für Jüngere). – Diese Prozesse zu begleiten ist herausfordernd, aber auch lehrreich und anregend. Mein Engagement kann mich – zeitweise – erschöpfen. Es vermittelt aber auch Zuversicht und Hoffnung und gibt mir Schwung. Es hält mich interessiert, wach und lebendig. 


Den erzwungenen Rückzug im Corona-Jahr 2020 habe ich genutzt, um meine Praxiserfahrungen zu sammeln und zu reflektieren und in einem Fachbuch zu diskutieren. Auch das hält wach und lebendig („Psychodynamische Beratung in Organisationen. Integrative Konzepte – Bewegende Begegnungen" erscheint im Herbst 2021 im Psychosozial-Verlag).

 

NEUESTE PUBLIKATION

Erscheint im Herbst

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Werbetext des Verlages

Psychodynamische Ansätze sind für die Beratung in Organisationen besonders hilfreich. Rudolf Heltzel führt Ideen der Objektbeziehungspsychologie, der relationalen Psychoanalyse und der Foulkes’schen Gruppenanalyse zusammen und zeigt, wie sie sich wechselseitig bereichern. Er stellt basale Positionen und integrative Konzepte organisationsbezogener Supervision und Beratung vor und veranschaulicht diese anhand von zahlreichen ausführlichen Praxisbeispielen. So bietet er Einblicke in die Vielfalt und Komplexität psychodynamischer Beratungsmethoden und damit praxisnahe Anregungen zur kreativen Befreiung und Vitalisierung der Beratung in Organisationen.

Zum Autor

Der Autor/Die Autorin Rudolf Heltzel, Dr. med., ist Arzt für Psychiatrie und Neurologie, Arzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker, Gruppenlehranalytiker, Gruppenanalytischer Supervisor und Organisationsberater sowie Supervisor und Coach, tätig in freier Praxis in Bremen.

Inhaltverzeichnis

Vorwort Martin Altmeyer 2-3
Danksagung 4
1. Einführung 5-12
2. Begriffsklärungen, ein Basiskonzept und Herausforderungen, die sich dem
Praktiker stellen 13-28
3. Ökonomisierung, Traumatisierung, Fragmentierung, COVID-19 und die
gruppenanalytische Antwort darauf 29-56

4. Zwischen Phantasie und Realität – Übergangsräume in der organisationsbe-
zogenen Beratung 57-72

5. Intersubjektiv-relationale Psychoanalyse, Gruppenanalyse und Psychody-
namische Beratung 73-100

6. Gruppenanalytische Beratung jenseits der Kleingruppe 101-127
7. Komplexberatungen – Theorie und Praxis (Teil 1-3) 128-178
7.1 Komplexität, Beziehung, Vertrauen und intersubjektive Passung 130-149
7.2 Triangulierungskompetenz, multiple Gegenübertragung, innere Gruppe 149-164
7.3 Fragen aus der Praxis 164-178

8. „Freundschaft im Kampf“ – reflektierte Parteilichkeit in der organisationsbe-
zogenen Beratung 178-194

9. Kasuistik – Zwei Einzelberatungen, drei Generationen, ein Familienunter-
nehmen 194-226

Kommentar Frau Schmitz 226-230
Kommentar Herr Schmitz 230-235
10. Gute Führung – Führung, die „gut genug“ ist 236-258
11. Ein fiktives Gespräch mit Michel de Montaigne 259-293
Nachwort Wolfgang Weigand 294-302
Liste der Praxisbeispiele 303-306
Literaturangaben 307-322
Drucknachweise 323